Forderung nach verbesserter Anerkennung von Kindererziehungszeiten in der Rente statt Betreuungsgeld! Wenn schon Betreuungsgeld, dann aber bitte nachhaltig gestaltet!
Die Frauen Union Aachen spricht sich gegen das Betreuungsgeld aus. Sollte dies in Berlin anders entschieden werden, fordert sie den Verzicht auf eine Barauszahlung. Eine Barauszahlung des Betreuungsgeldes ist volkswirtschaftlich sinnlos, richtet sich gegen die tatsächliche Wahlfreiheit für Frauen und Männer bei der Betreuung und Erziehung ihrer Kinder und vermehrt die Altersarmut, besonders von Frauen. Auch das sog. Thüringer Modell, die Auszahlung des Betreuungsgeldes an Eltern, deren Kinder nur halbtags betreut werden, auszuweiten, widerspricht dem Gedanken der Nachhaltigkeit und einer wirklichen Wahlfreiheit für Eltern. Die Frauen Union Aachen spricht sich, falls das Betreuungsgeld kommt, für eine nachhaltige Gestaltung aus. Durch die Entscheidung zur Erziehung und Betreuung von Kindern darf Eltern langfristig kein Nachteil entstehen.
Das Betreuungsgeld soll wahlweise für die private Altersvorsorge, eine Pflegeabsicherung, die berufliche Weiterbildung oder die berufliche und gesellschaftliche Integration eingesetzt werden. Damit wird für Frauen und Männer, die ihre Kinder in den ersten Jahren zu Hause betreuen, eine bessere Absicherung im Alter und bei Pflegebedürftigkeit, mehr Chancen für den beruflichen Wiedereinstieg bzw. die Karriere und eine verbesserte Integration in Gesellschaft und Beruf für Migrantinnen und Migranten erreicht.
Die Frauen Union fordert statt des Betreuungsgeldes eine verbesserte Anerkennung von Kindererziehungszeiten in der Rentenversicherung bzw. eine Aufstockung der Rente, um der real existierenden Altersarmut besonders von Frauen entgegenzuwirken. Sie fordert für die Erziehung und Betreuung von vor 1992 geborenen Kindern die Anrechnung von drei Jahren statt wie bisher einem Jahr auf die Rente. Nur so ist eine tatsächliche Wahlfreiheit für Frauen und Männer zu verwirklichen! Nur so wird der Armut besonders von Frauen vorgebeugt, die ansonsten im Alter unsere finanzielle Unterstützung benötigen. Die Frauen Union Aachen verweist auf den Beschluss der Frauen Union der CDU Deutschlands vom 06.03.2010: “Wahlfreiheit verwirklichen – Erziehungsleistung anerkennen – Bildungschancen ermöglichen“ und den gleichlautenden Antrag der Frauen Union auf dem diesjährigen Bundesparteitag der CDU in Leipzig. Sie hat sich darin für den Ausbau der Kinderbetreuung, für eine verbesserte Anrechnung von Kindererziehungszeiten in der Rente und gegen eine Barauszahlung des Betreuungsgeldes ausgesprochen. Sie zeigt geeignete Alternativen auf, um eine tatsächliche Wahlfreiheit für Frauen und Männer ermöglichen. "Wahlfreit verwirklichen - Erziehungsleistung anerkennen - Bildungschancen ermöglichen" , Beschluss der Frauen Union der CDU Deutschlands vom 06.03.2010
aktualisiert von Angela Klassmann, 21.12.2011, 12:58 Uhr |